Dem amerikanischen Industriellen Robert.A.Monroe (1915 -1995) gebührt das Verdienst, als erster eigene außerkörperliche Erfahrungen wissenschaftlich definiert und in ein System eingeordnet zu haben, das von Anfang an von der okkulten Fachwelt ernstgenommen wurde. Er entwickelte eine förmliche Philosophie der Seelenerfahrungen außerhalb des physischen Körpers und arbeitete mit vielen Gleichgesinnten aus Physik, Medizin und Psychologie zusammen. Mit ihnen gemeinsam hat er dieses Gebiet auch durch Laborversuche nach allen Höhen und Tiefen ausgelotet. Anscheinend ist es in den USA leichter als in Europa, auf suspekten Grenzgebieten akzeptiert zu werden. Monroe überprüfte seit seinem 53.Lebensjahr gewissenhaft eigene Erfahrungen mit Seelenreisen und entwickelte mehrere Techniken, um seine Seele vom physischen Leib zu lösen. - Im Laufe der Jahre wurden seine Erfahrungen mit außersinnlichen Wahrnehmungen immer komplexer. Er hatte überirdische Visionen, hörte Stimmen und verspürte das Eingreifen wohlgesonnener transzendenter Personen. Das überzeugte ihn davon, ständig von einer Jenseitswelt geleitet zu werden. Er stellte die revolutionäre These auf, dass sich die menschlichen Seelen während des REM-Schlafes immer von ihren Körpern trennen und auf höheren Bewusstseinsebenen Erfahrungen sammeln. Auf örtlich und zeitlich unbegrenzten Reisen lernt ihr Unterbewusstsein, nimmt geistige Nahrung auf und sammelt Erkenntnisse der jenseitigen Welt. Allerdings verhindert ein Schutzmechanismus nach dem Erwachen die Erinnerung an diese Erlebnisse, trotzdem bleiben sie in der Seelentiefe verankert. Doch ist diese Schranke kein Naturgesetz, sie wird häufig spontan durchbrochen, auch durch eine gezielte okkulte Schulung lässt sich die Trennung von Körper und Seele bei vollem Bewusstsein herbeiführen und die Erinnerungsfähigkeit schärfen. Monroe schildert zahlreiche Begegnungen mit Geistwesen, die ihm die Begriffe der Astralwelt erklärten. Seine Fragestellungen lassen erkennen, dass er sich für fernöstliche Religionen interessierte, für Buddhismus, Hinduismus, den damit verbundenen Erleuchtungswegen und den Gesetzen der Reinkarnation. Monroe sah nach diesen Belehrungen allgemein den Hauptsinn des irdischen Lebens im Sammeln von körperlich-seelischen Erfahrungen und Emotionen. Auch seine Astralwanderungen betrachtete er als Einübungen für die letzte und bedeutendste Trennung von Leib und Seele. Der Tod ist dann nicht mehr die vernichtende Katastrophe, die den Menschen aus heiterem Himmel trifft, sondern ein Weiterschreiten der Seele auf einem Weg, der ihr durch eigene außersinnliche Wahrnehmungen oder durch glaubwürdige Berichte von Astral-Globetrottern schon vertraut ist.
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