Donnerstag, 28. Februar 2013

Astralreisen

Dem amerikanischen Industriellen Robert.A.Monroe (1915 -1995) gebührt das Verdienst, als erster eigene außerkörperliche Erfahrungen wissenschaftlich definiert und in ein System eingeordnet zu haben, das von Anfang an von der okkulten Fachwelt ernstgenommen wurde. Er entwickelte eine förmliche Philosophie der Seelenerfahrungen außerhalb des physischen Körpers und arbeitete mit vielen Gleichgesinnten aus Physik, Medizin und Psychologie zusammen. Mit ihnen gemeinsam hat er dieses Gebiet auch durch Laborversuche nach allen Höhen und Tiefen ausgelotet. Anscheinend ist es in den USA leichter als in Europa, auf suspekten Grenzgebieten akzeptiert zu werden. Monroe überprüfte seit seinem 53.Lebensjahr gewissenhaft eigene Erfahrungen mit Seelenreisen und entwickelte mehrere Techniken, um seine Seele vom physischen Leib zu lösen. - Im Laufe der Jahre wurden seine Erfahrungen mit außersinnlichen Wahrnehmungen immer komplexer. Er hatte überirdische Visionen, hörte Stimmen und verspürte das Eingreifen wohlgesonnener transzendenter Personen. Das überzeugte ihn davon, ständig von einer Jenseitswelt geleitet zu werden. Er stellte die revolutionäre These auf, dass sich die menschlichen Seelen während des REM-Schlafes immer von ihren Körpern trennen und auf höheren Bewusstseinsebenen Erfahrungen sammeln. Auf örtlich und zeitlich unbegrenzten Reisen lernt ihr Unterbewusstsein, nimmt geistige Nahrung auf und sammelt Erkenntnisse der jenseitigen Welt. Allerdings verhindert ein Schutzmechanismus nach dem Erwachen die Erinnerung an diese Erlebnisse, trotzdem bleiben sie in der Seelentiefe verankert. Doch ist diese Schranke kein Naturgesetz, sie wird häufig spontan durchbrochen, auch durch eine gezielte okkulte Schulung lässt sich die Trennung von Körper und Seele bei vollem Bewusstsein herbeiführen und die Erinnerungsfähigkeit schärfen. Monroe schildert zahlreiche Begegnungen mit Geistwesen, die ihm die Begriffe der Astralwelt erklärten. Seine Fragestellungen lassen erkennen, dass er sich für fernöstliche Religionen interessierte, für Buddhismus, Hinduismus, den damit verbundenen Erleuchtungswegen und den Gesetzen der Reinkarnation. Monroe sah nach diesen Belehrungen allgemein den Hauptsinn des irdischen Lebens im Sammeln von körperlich-seelischen Erfahrungen und Emotionen. Auch seine Astralwanderungen betrachtete er als Einübungen für die letzte und bedeutendste Trennung von Leib und Seele. Der Tod ist dann nicht mehr die vernichtende Katastrophe, die den Menschen aus heiterem Himmel trifft, sondern ein Weiterschreiten der Seele auf einem Weg, der ihr durch eigene außersinnliche Wahrnehmungen oder durch glaubwürdige Berichte von Astral-Globetrottern schon vertraut ist.
 
 

Samstag, 23. Februar 2013

Außerkörperliche Erfahrungen

Die Frage, ob außer dem physischen Leib des Menschen noch ein eigenständiger Seelenleib existiert, wird nur durch den Beweis erbracht, dass dieser Seelenleib (Astralkörper) schon während des Lebens zeitweise den physischen Leib verlassen kann. Der Amerikaner Sylvan Muldoon (1903 - 1969) erlebte als Zwölfjähriger einen spontanen Austritt seines Astralkörpers. Diese Erfahrung war für ihn beängstigend, doch gelang es ihm, sie in den nächsten Jahren bewusst herbeizuführen. Er entwickelte Methoden, um die Reichweite seiner Wanderungen zu vergrößern und um Gefahren auszuschließen. Dennoch stand er ziemlich ratlos diesem Unbekannten gegenüber, bis er die Werke des esoterischen Schriftstellers Hereward Carrington kennenlernte, die sich auch mit außerkörperlichen Erfahrungen befassten. Muldoon entdeckte darin eine Menge Ungereimtheiten und teilte dies Carrington mit. Der berühmte Schriftsteller ließ sich überzeugen und veranlasste Muldoon, mit ihm gemeinsam ein Buch zu verfassen. Die Zusammenarbeit zwischen Praktiker und literaturerfahrenem Theoretiker führte zu einem hochqualifizierten Fachbuch. Muldoon beschreibt den Astralkörper als Gegenstück des physischen Leibes. Er besteht aus feinem, ätherischem Stoff und ist gewöhnlich im physischen Leib eingeschlossen. - Muldoon hatte seine erste Astralabspaltung im Schlaf. Er erwachte plötzlich in einem Zustand körperlicher Starre und konnte weder sehen noch hören. Dann befiel ihn das Gefühl, dass sein Körper in waagerechter Haltung nach oben schwebe. Immer noch blind und taub richtete sich sein Körper in die Senkrechte auf und bekam Bodenkontakt. Die Starre löste sich, er konnte sehen und hören, im Genick verspürte er einen unangenehmen Druck. Er drehte sich um und bemerkte zu seinem Schrecken seinen eigenen schlafenden Körper. Ein dehnbares, durchsichtiges Kabel verband sein astrales Genick (Medulla oblongata), mit einer Stelle zwischen den Augenbrauen seines physischen Leibes. Er konnte durch die verschlossene Türe in die benachbarten Räume wandern und seine schlafenden Angehörigen beobachten. Er versuchte, sie zu wecken, doch gingen seine Hände durch sie hindurch wie durch Luft. Nach einiger Zeit bremste das Kabel im Genick seinen weiteren Ausflug. In umgekehrter Reihenfolge wiederholte sich nun die Rückkehr. Er schwebte über seinem physischen Leib und wurde mit einem plötzlichen schneidenden Schmerz in ihn hineingezogen. - Muldoon unternahm in den nächsten Jahrzehnten einige hundert bewusste Astralreisen. Es gelang ihm sehr bald, die Trennung von physischem und astralem Leib herbeizuführen und dabei seine Verstandesfähigkeit zu erhalten. Er war ein guter Beobachter und beschrieb seine Erfahrungen exakt und ausführlich. Interessant ist die Geschwindigkeit, mit der diese Reisen vonstatten gingen. Kurze Entfernungen waren "zu Fuß" zu bewältigen, bei weiten Strecken erhöhte sich das Tempo und die durcheilten Gegenden zogen wie im Flug an Muldoon vorüber. Sehr weite Distanzen überwand er im unbewussten Zustand, nachdem er vorher energisch den Wunsch nach einem bestimmten Ziel geäußert hatte. Muldoon beschränkte seine Reisen auf irdische Gegenden, seine Nachfolger gingen oft viel weiter und besuchten sogar Jenseitsregionen. - Es ist typisch für alle okkulten Spezialisten, dass sie sich von ihren Interessen leiten lassen und Prioritäten setzen. Für Muldoon war es wichtig, falsche Vorstellungen auf diesem Gebiet durch die Schilderung eigener Erfahrungen auszumerzen. Seine Erlebnisse ließen ihn zeitlebens nicht los. Er hatte einen Aspekt seiner menschlichen Natur entdeckt, von dem die Wissenschaft nichts weiß, der aber für das Verständnis der menschlichen Person in ihrer Gesamtheit äußerst wichtig ist.
 

Freitag, 15. Februar 2013

Animismus

Animismus ist ursprünglich ein volkskundlicher Begriff. Er bezeichnet eine vorreligiöse Weltanschauung, nach der alle irdischen Dinge, Steine, Pflanzen, Bäume, Tiere und Menschen mit einer Seele begabt sind. Der Mensch nimmt dabei eine herausragende Stellung ein. Seine Seele kann unabhängig vom Körper existieren und trennt sich während des Lebens zeitweise und im Tod endgültig vom Leib. Dieser Animismus kennt noch keinen Gottesbegriff und es bleibt offen, wer Körper und Seele erschaffen hat, ob sich der Mensch vor einer transzendenten Instanz verantworten muss und was die Seele im Jenseits erwartet. - In der materialistischen Ära erfährt der Begriff Animismus einen Bedeutungswandel. Hier denkt man eindimensional und gesteht dem Menschen nur einen physischen Leib zu. Die Seele lässt sich zwar nicht leugnen, doch wird sie als Funktion des physischen Leibes erklärt. Ebenso wenig lassen sich übernormale Fähigkeiten der Seele ignorieren, die mit der Psychologie allein nicht zu begründen sind : Telepathie (Gedankenübertragung), Telekinese (Bewegen von Gegenständen ohne Berührung), Radiästhesie (Strahlenfühligkeit), Präkognition (Kenntnis künftiger Ereignisse), Medialität (Kontakt mit Geistern Verstorbener). Es sind keine allgemein menschlichen Talente, doch gibt es viele Personen. die damit begabt sind. Diese"Talente" sind verschieden stark ausgeprägt, systematisches Üben verstärkt sie, ihre Intensität hängt von gesundheitlichen Faktoren und der Tageskondition ab. Die Parapsychologie, ein Seitenzweig der Psychologie, erforscht unter animistischen und garantiert transzendenzfreien Gesichtspunkten diese abnormen Phänomene. Eine Reihe amerikanischer und englischer Universitäten sowie auch die deutsche Universität Freiburg unterhielten Jahrzehnte lang Lehrstühle für Parapsychologie. Diese gelangten in Großversuchen zu beachtlichen Ergebnissen, vor allem in der Spukforschung und Telepathiedokumentation, konnten sich aber im akademischen Lehrbetrieb wie auch bei Laienforschern keine bleibende Anerkennung verschaffen. - Die spiritistische These, nach der die Geister Verstorbener und die frei agierenden Seelenleiber Lebender okkulte Phänomene bewirken, ist leichter verständlich. Allerdings bleibt Spiritismus im Bereich des Glaubens, während die Wissenschaft Phänomene nur dann akzeptiert, wenn sie jederzeit wiederholbar und physikalisch messbar sind. Das ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Bis es so weit ist, sind zur parapsychologischen Begründung oft sehr gewagte Konstruktionen nötig. So ist bei Spukfällen ein großes Arsenal von Hypothesen aus Quantenphysik und Tiefenpsychologie nötig, um dann zu Ergebnissen zu gelangen, die mit einem akademisch ungeschulten Verstand schwer nachvollziehbar sind. Streng genommen versucht hier die Wissenschaft Erkenntnisse zu produzieren, die man von ihr gar nicht erwartet. Zu einer Stellungnahme wäre hier ausschließlich die Theologie gefragt, denn es geht um deren ureigenes Gebiet, um die menschliche Seele, ihre verborgenen Eigenschaften, ihre Erschaffung, ihr Zusammenwirken mit dem physischen Leib im irdischen Leben und ihr Weiterleben nach dem Tod.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Spuk

Der renommierte Parapsychologe Walter von Lucadou bringt in seinem neuesten Buch eine bunte Mischung von teilweise spektakulären Spukfällen, die Ratsuchende an ihn herangetragen haben. Manches ist auch von Laien leicht als Selbsttäuschung zu erkennen. Vieles ist aber handfester Spuk, Geistererscheinungen, die plötzlich aus dem Nichts auftauchen, eine Zeitlang verweilen und sich dann in Luft auflösen oder durch die Wand verschwinden, regelmäßig auftretender Lärm, Messer und Steine, die von Geisterhand gesteuert durch die Luft fliegen, elektrische Geräte, die sich ohne sichtbaren Verursacher ein- und ausschalten. Dr. Lucadou beruhigt, wenn die Betroffenen in verständliche Panik geraten und gibt ausführliche Erklärungen. Er ist ein hochgebildeter Wissenschaftler und Spukforscher, der sich auf einen namhaften Kreis von Vordenkern stützen kann. Er glaubt nicht an Geister, aber er glaubt an die menschliche Vernunft, an Quantenmechanik und Tiefenpsychologie. - Am Spuk zu zweifeln wäre Ignoranz. Es gab ihn zu allen Zeiten, es gibt ihn in allen Ländern, seine Phänomene sind bei der heutigen Entwicklung der Technik gut dokumentiert, fotografiert, gefilmt und auf Magnetband festgehalten. Spuk ist immer unheimlich, er widerspricht jeder menschlichen Erfahrung. Er ist ein Chamäleon, passt sich an, widerspricht jeder Logik. Er kann ortsgebunden sein, es gibt unheimliche Schlösser, Häuser, verhexte Wälder, aber auch gespenstische Wohnungen in modernen Betonklötzen. Oft ist er an Personen gebunden, an pubertierende Mädchen, Neurotiker, aber auch an rundum normale Menschen. - In den Augen der Wissenschaft gibt es auf diesem Planeten kein Phänomen, das nicht mit den Mitteln der Physik und Psychologie fassbar wäre. Das ist auch die Ansicht von Herrn Dr. Lucadou. Er bietet ein gewaltiges natur- und geisteswissenschaftliches Instrumentarium auf, analysiert jeden einzelnen Fall und jede betroffene Person oder Familie. Er findet immer eine Begründung, die jedoch nur dann einleuchtet, wenn man seine animistische Ansicht teilt. Animismus ist das Gegenteil von Spiritismus. Der Animist zweifelt an einer unsterblichen, eigenständigen Seele Er ist davon überzeugt, dass die menschliche Psyche eine Körperfunktion ist, die jedoch unter besonderen Bedingungen ungewöhnliche Eigenschaften zeigen kann. - Möglicherweise stimmt aber auch die Meinung der Spiritisten, dass Spukphänomene Signale aus einer Welt sind. die unseren irdischen Augen unsichtbar ist, uns aber hautnah umgibt. Spiritisten unterscheiden sehr genau zwischen dämonischen, zerstörerischen Kräften, den Seelen Verstorbener, die sich von der Erdsphäre nicht trennen können und fortgeschrittenen Geistern, die sich ihren lebenden Angehörigen mitteilen möchten. Spuk will immer Aufmerksamkeit erregen, besonders wenn es durch massive Belästigungen geschieht. Etwas anders stellt sich das Christentum zu diesen Phänomenen. In vielen Heiligenbiografien finden sich sowohl schwere dämonische Angriffe wie auch das Erscheinen Verstorbener, die sich einer Schuld bewusst sind und Fürbitte erflehen. Die christliche Folgerung ist demnach, dass Spukerscheinungen neben satanischen Manifestationen auch Hilferufe aus dem Jenseits sein können.